Für Sie vor Ort: Die E.ON Reportage
Gute Reise für günstiges Erdgas
Unser Erdgas hat einen langen Weg hinter sich, bevor es zu Hause für Wärme und Wohlbefinden sorgt. Aber die beste Nachricht: Erdgas ist erneut günstiger geworden und E.ON senkt zum dritten Mal in diesem Jahr die Erdgaspreise.
Text: Nicola Malbeck
Die Probebohrung läuft auf Hochtouren: In kreisenden Bewegungen „frisst“ sich der schwere Bohrmeißel bis zu 7.000 Meter senkrecht in die Tiefe. Trifft er dabei auf eine Erdgasblase, kann die Förderung beginnen.
Doch so beeindruckend das Verfahren und die Dimension von Bohrtürmen ist, so faszinierend ist auch der Kreislauf der Natur im Verborgenen.
Innerhalb vieler Jahrmillionen entstanden aus abgestorbenen Tier- und Pflanzenresten riesige Mengen Erdgas. Jetzt werden sie gefördert und nach Deutschland transportiert. Entweder über tausende Kilometer lange Pipelines oder per Schiff:
Im Meer gefördertes Erdgas wird auf -162 °C tiefgekühlt und verflüssigt. In diesem Zustand beansprucht es nur noch 1/600 seines Ursprungsvolumens und wird als LNG (Liquified Natural Gas) auf die Reise geschickt.
Der Vorteil an diesem Verfahren besteht darin, den Brennstoff Erdgas aus mehr Förderländern beziehen zu können und damit die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu senken.
Rund 85 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs werden aus Importen gedeckt darunter Russland, Norwegen und die Niederlande mit 37 bzw. 26 und 19 Prozent am Gesamtanteil.
Wobei sich der Erdgaspreis an der globalen Leitwährung für Energie orientiert: dem Ölpreis. Sinkt dieser, wird mit einer zeitlichen Verzögerung von rund sechs Monaten auch der Erdgaspreis billiger.
Zurzeit liegt der Ölpreis trotz erheblicher Schwankungen im bisherigen Jahresverlauf aber noch unter den Spitzenwerten des vergangenen Jahres.
Die gesunkenen Beschaffungskosten gibt E.ON auch aktuell an die Kunden weiter - und dank der positiven Entwicklung diesmal genau dann, wenn unsere Kunden das Erdgas wirklich brauchen: zu Beginn der Heizsaison.
Und wir setzen alles daran, die Erdgaspreise auch über den Jahreswechsel stabil zu halten.
Info
Experten im Gespräch
Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beantwortet Fragen zur Entwicklung der Gaspreise.
