Energiesparlampen richtig entsorgen
Dank ihres geringen Stromverbrauchs schonen Energiesparlampen das Klima. Dazu gehört auch, die Lampen am Ende ihrer Betriebszeit umweltgerecht zu entsorgen. Richtig gesammelt und recycelt leisten sie so einen weiteren Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz.
Zurückgeben statt wegwerfen – so geht’s
Energiesparlampen strotzen vor Lebensenergie. Während herkömmliche Glühlampen schon nach 1.000 Brennstunden oder knapp einem Jahr das Zeitliche segnen, halten gute Sparlampenmodelle bis zu 15.000 Stunden durch, bevor sie schlapp machen. Nie war es leichter, die Umwelt zu schonen und dabei Strom und Geld zu sparen.
Jedoch enthalten die robusten Dauerbrenner einen geringen Anteil an Quecksilber. Das flüssige Metall wird benötigt, um den Zündfunken in der Lampe zum Leuchtstoff zu übertragen. Bis zu fünf Milligramm etwa für eine Kompaktleuchtstofflampe sind erlaubt – das ist etwa ein Fünfhundertstel dessen, was in einem alten Fieberthermometer steckt. Wegen des geringen Quecksilberanteils gehören die Sparlampen nicht in den Hausmüll, sondern müssen bei einer der bundesweiten Wertstoff-Sammelstellen abgegeben werden.
Lampenbestandteile lassen sich wiederverwerten
Dort werden sie kostenfrei angenommen und dem umweltgerechten Recycling zugeführt. Anschließend lassen sich Bestandteile wie Glas und Metall zum Beispiel bei der Lampenproduktion oder im Bausektor wieder einsetzen. Für die Verwertung bei den Recycling-Vertragspartnern haben sich verschiedene produktspezifische Trenn- und Schredderverfahren bewährt, um die Lampen in ihre Einzelbestandteile zu zerlegen und auch das Quecksilber wieder aus dem Leuchtstoff zu lösen.
Die Rücknahme und Entsorgung der Leuchten und Lampen regelt das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG). Danach vorgeschrieben ist das Recycling für alle Arten von Leuchtstofflampen und Gasentladungslampen sowie für alle Technischen Leuchten aus Büro- und Produktionsbetrieben. Zuständig für die fachgerechte Sammlung und Verwertung sind die Lampenhersteller und gewährleisten, dass von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren am Ende ihres Lebenszyklus nur wenig übrig bleibt. Diese Wiederverwertung ist ein weiteres Plus der Energiesparlampe.
Was tun bei einer zerbrochenen Energiesparlampe?
Moderne Marken-Energiesparlampen enthalten sehr wenig Quecksilber. Zerbricht die Röhre versehentlich, so verdampft das Metall in die Raumluft. Die Deutsche Umwelthilfe rät bei einem Lampenbruch, gut zu lüften, den Raum für 15 Minuten zu verlassen und danach die Scherben aufzusammeln oder vorsichtig mit einem Blatt Papier zusammenzukehren. Die Reste luftdicht zum Beispiel in einem Schraubglas verwahren und auf dem Wertstoffhof abgeben.
Ein bundesweites Netz von Sammelstellen gewährleistet, dass jeder Verbraucher ausgediente Energiesparlampen bequem abgeben kann. Auf diese Weise wurden im Jahr 2008 bereits 41,5 Millionen Gasentladungslampen sauber recycelt – 50 Prozent mehr als noch zwei Jahre zuvor.
