Für Sie vor Ort: Die E.ON Reportage

Das Licht der nächsten Generation

 

Nach und nach wird die Glühlampe aus deutschen Haushalten verschwinden. Dafür erhellt die Energiesparlampe mehr und mehr unser Leben. Doch diese kämpft noch immer gegen Vorurteile.

 

Text: Alexander Tarelkin - Illustration: KircherBurkhardt Infografik

„Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen, finde ihn“, sagte einst Thomas Edison. Für die Glühlampe, eine seiner Erfindungen, dauerte das über 130 Jahre. Doch jetzt gibt es eine bessere Alternative: Kompaktleuchtstofflampen, auch Energiesparlampen genannt.

 

Die EU sieht das genauso und verbietet den Herstellern schrittweise, Standardglühlampen im EU-Bereich zu verkaufen: Seit September 2009 dürfen keine matten Glühlampen und solche mit über 75 Watt mehr in den Handel kommen. 2010 folgen Modelle ab 60 Watt, 2011 ab 40 Watt und 2012 ab 10 Watt. Das Glühlampen-Verbot löste bei vielen Verbrauchern Hamsterkäufe und hitzige Diskussionen aus. Ein guter Grund, sich das Licht der Zukunft einmal genauer anzusehen.

 

Was spricht eigentlich gegen die Glühlampe? Es werden rund 95 Prozent Energie nicht in Licht umgewandelt, sondern verpuffen als Wärme. Also pure Energieverschwendung. Zudem belastet der hohe Stromverbrauch die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Eine Energiesparlampe verbraucht bei gleicher Helligkeit rund 80 Prozent weniger. Anstatt einer 60-Watt-Glühlampe benötigen Sie also nur noch eine 11-Watt-Energiesparlampe. Deshalb lohnt sich ein Umstieg sofort.

 

Wichtig beim Kauf: Die Qualitätsunterschiede zwischen Markenprodukten und Billigangeboten sind groß. Das sieht auch Öko-Test so, bei dessen Test (10/2009) die billigen Energiesparlampen glatt durchfielen. Greifen Sie also lieber zu Markenlampen.

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Experten im Gespräch

Christoph Mordziol, Stromsparexperte des Umweltbundesamtes (UBA)

Doch wie steht es mit der Öko-Bilanz? Energiesparlampen werden aufwändig produziert, verbrauchen dabei mehr Energie als Glühlampen und sind beim Kauf teurer als diese. Das alles macht die Energiesparlampe durch eine längere Lebensdauer und geringeren Stromverbrauch schnell um ein Vielfaches wett.

 

Allerdings enthalten die Sparlampen Quecksilber und gehören nicht in den Hausmüll. Aber wohin dann mit ihnen? Öffentliche Entsorger müssen sie kostenlos zurücknehmen. Das Quecksilber ist sicher in Glas eingeschlossen. Für zusätzlichen Schutz kaufen Sie am besten Modelle mit einer zweiten Glashülle und Splitterschutz.

 

Viele denken bei Energiesparlampen sofort an bläulich-kaltes Licht und Flimmern. Inzwischen gibt es jedoch fast alle Lichtfarben. Wer zum Beispiel weiches Licht mag, greift zu warmweiß. Diese Farbtemperatur entspricht in etwa der einer Glühlampe.

 

Zum Flimmern stellte Stiftung Warentest (www.test.de) fest, dass die modernen Energiesparlampen mit so hohen Frequenzen arbeiten, die unsere Augen nicht wahrnehmen können. Auch die elektromagnetischen Felder sowie die UV-Strahlung erwiesen sich als unbedenklich.

 

Energiesparlampen sind also eine sinnvolle Alternative zur Glühlampe. In einer der nächsten Ausgaben beleuchten wir eine weitere: die LED-Lampe.

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Nicht wegwerfen

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre alten Energiesparlampen richtig entsorgen und dabei einen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten.

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