Die E.ON EnergieSpar-Familie
Einer für alle, alle für einen – die cleveren Vier
Diesmal begrüßen die Pohlners den Energieexperte Joachim Schmoll – und den Sommer. Dabei sind sie doppelt clever. Denn sie sparen mit einigen Tipps in heißen und kühlen Tagen Energie.
Text: Axel Novak I Fotos: Tim Müller
Schauenburg: So schön wie der Name, ist das Wetter. Die Sonne strahlt und Lisa, Tina, Luis und Mutter Alexandra Pohlner stehen erwartungsvoll an der Haustür. Sie haben eine Erdbeertorte gemacht, und E.ON Energieexperte Joachim Schmoll hat sich angemeldet. Das schlichte Reihenmittelhaus ist zu einem flotten Dreistöcker mit Balkon und Terrasse geworden, da die Pohlners vor dem Keller eine Terrasse frei geschaufelt haben. Aber zuerst geht es durchs Haus, um den Energieverbrauch unter die Lupe zu nehmen.
Frau Pohlner führt durchs Haus, Herr Schmoll folgt, die drei Kinder neugierig am Schluss. Viel ist selbst gebaut, zum Beispiel ein offenes Treppenhaus bis hoch unters Dach. Ein Fenster direkt über der Holztreppe bringt Licht bis ins Erdgeschoß. Das spart die Beleuchtung am Tag. Energieexperte Schmoll hat einen weiteren Tipp: „Eine Plexiglasscheibe zum Dachgeschoss hin würde verhindern, dass die Wärme aus den unteren Wohnräumen durch die Stiegen bis ganz nach oben zieht“, sagt er. Und Alexandra Pohnelt: „Ich hab schon drüber nachgedacht, aber vor allem wegen der Lärmkulisse.“ Denn unterm Dach ist das Schlafzimmer der 39-jährigen.
Zwei Bewegungsmelder im Treppenhaus erleichtern den Auf- und Abstieg mit vollen Händen im Dunklen und schalten gleichzeitig die Lampen automatisch aus. Das spart Strom. „In den Kinderzimmern habe ich Energiesparlampen eingesetzt, weil hier das Licht ja lange brennt“, meint die Mutter umsichtig. Im zweiten Stock sind die Kinderzimmer. Die Rollläden halten im Sommer Licht und Hitze ab. Deshalb ist das Haus angenehm kühl. So wie in den Ländern am Mittelmeer. Zum Energiesparen gehört auch, Tricks abzuschauen und sie geschickt anzuwenden.
Die Pohlners leben sparsam. Das Gehalt der Hotelfachfrau reicht nicht für große Sprünge. Seit 13 Jahren wohnt sie hier, die Kinder sind hier aufgewachsen, besuchen Schulen in der Gegend. Der Spezialist hat noch einen Tipp, als er die Rollladenkästen begutachtet. „Eine Dämmung im Kasten spart Heizenergie“, beteuert er. „Ritzen sind Wärmebrücken. Da entweicht im Winter Wärme.“ Das ist auch im Nachhinein einfach möglich. Alexandra Pohlner nickt: „Wir wollen auch noch die Fassade neu dämmen und verputzen.“ Dann geht es in die Küche. Der Geschirrspüler ist nicht der neueste. „Aber bei vier Personen ist er immer schnell voll - und wird erst dann eingeschaltet“, weiß die Mutter. Ein paar Tricks gibt es beim Kühlschrank: „Beim Trinkenholen nicht die Tür aufstehen lassen“, sagt Tina und schielt nach der Uhr. Sie will ins Kino, in einer Stunde fährt ihr Bus. Herr Schmoll nickt und erklärt, „ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein leerer.“ Das liegt an der Luft, die beim Öffnen entweicht und Wärme hineinlässt. Also besser die Erdbeertorte im Fach lassen? Soweit will nun doch niemand gehen. Im Keller steht die Heizung. 2.000 Liter Heizöl verfeuern die Pohlners im Jahr. „Das ist ein guter Wert“, nickt Joachim Schmoll beeindruckt. „Ich hätte mit mehr gerechnet.“ Da die Rohre nicht isoliert sind, sollte dies schnellstens behoben werden. „Das heizt den Heizungsraum, aber nicht die Zimmer oben“, bemerkt der Experte.
Auch läuft die Heizung mit alten Pumpen. Bis zu fünftausend Stunden im Jahr drehen die sich, erklärt Herr Schmoll. Es lohne sich, in neue hocheffiziente Pumpen zu investieren, die verbrauchen nur ein Fünftel des Stroms. Daneben steht die Waschmaschine, bei drei Kindern ein richtiger Energiefresser. „Aber die neue Waschmaschine spart ja Strom und Wasser“, schmunzelt er. Die neunjährige Tina denkt nach. „Ich spare gerne“, sagt sie schließlich und gibt zu: „aber manchmal vergesse ich das leider.“
Endlich geht es in den Garten. Eine schattige Laube verhindert, dass der Kuchen zerfließt. Die geschickte Nutzung von Licht und Sonne verbesserte die Energiebilanz. Sogar das Baumhaus der Kinder ist grasgedeckt. Das kühlt im Sommer. Joachim Schmoll ist zufrieden, mit der vernünftigen Einstellung der Pohlners und deren Energiebilanz, auch mit dem Wetter und dem Erdbeerkuchen. Nur etwa 3.400 Kilowattstunden hat die Familie 2009 benötigt. Für einen vierköpfigen Haushalt ist das ein sehr guter Wert.
Auf einen Blick: Die Tipps vom Energieberater
1. Voller Kühlschrank:
Wärme bleibt im Schrank
Unglaublich, aber wahr: volle Kühlschränke verbrauchen weniger Strom. Das liegt an der gekühlten Luft, die bei jedem Öffnen entweicht. Wichtig ist aber, den Kühlschrank so selten wie möglich zu öffnen – und ihn sofort wieder schließen.
2. Wasserhähne
sind Verschwender. Auf Einhebelmisch-Armaturen umstellen.
3. Verbrauch drosseln
Geräte ausschalten
Wenn Sie im Sommer elektrische Geräte ausschalten, dann heizt sich die Wohnung nicht so auf.
4. Sonne vermeiden
Kühle, schattige Räume
Die Menschen am Mittelmeer machen es vor: Lassen Sie im Sommer alle Rollläden herunter. Das kühlt die Räume angenehm ab und erspart möglicherweise eine stromfressende Klimaanlage.
